Historie

Geschichte der Andullation

Von den grundlegenden Untersuchungen über schädigende Einflüsse der Vibration, dem Betrachtungswechsel der therapeutischen Wirkung von Oszillationen bis hin zur Etablierung der Andullationstherapie von heute.

Die Wirkung von Vibration wurde bereits in vielerlei Hinsicht und in vielen Studien untersucht. Neben arbeitsmedizinischen Untersuchungen, die durch mechanische Schwingungen verursachte Schädigungen im Auge haben, wurden vor sportmedizinischem, neurologischem und physiologischem Hintergrund die Auswirkungen auf das Skelettsystem, die Muskulatur und auf das Nervensystem umfassend erforscht. Dies insbesondere vor dem Hintergrund der schädigenden Einflüsse von Vibrationen im Arbeitsumfeld des Menschen.

Die ersten systematischen Untersuchungen über die Auswirkungen von Vibrationen auf den menschlichen Körper werden auf das Jahr 1950 terminiert. Diese wurden im Nachgang dann weiter differenziert nach Ganzkörper und Arm-Hand-Schädigungen (VDI, 1987). Resultierend aus den umfangreichen Studien der nachfolgenden Jahre über den schädigenden Einfluss von Vibrationen wurden von Seiten des Arbeitsschutzes dann erst sehr spät EU- und von der Berufsgenossenschaft Richtlinien aufgestellt (2002/44/EG; 2005; 2007).

Im Zuge des wachsenden Interesses von alternativen Behandlungsformen wechselte der Focus der Betrachtung von der schädigenden Wirkung der Vibrationen auf eine Heilmethode (Ende der 90er).
Hierzu gehörten unter anderem auch anfängliche Tieruntersuchungen bei Ratten (Flieger et al 1998). Bei Schafen ließ sich feststellen, dass durch eine Applikation von Schwingungen über 30 Min. Dauer eine Zunahme der Knochendichte von 30% erreicht werden konnte (Nature, Dd412; FAZ, 2001).

Nachfolgend wurden immer mehr Forschungsaktivitäten auf diesen Bereich gelegt und der Menschen als Untersuchungsobjekt ausgewählt. Dies belegen zahlreiche Veröffentlichungen (Nazarov & Spival, 1985; Wilder & Pope, 1990; Lings & Leboeuf-Yde, 2000; Haase et al, 2004;

In Bezug auf eine Verbesserung der Kniegelenkstabilität ist zu erwähnen, dass gezeigt wurde, dass Ganzkörpervibration positive Wirkung auf die Kniestreckmuskulatur hat (Torvinen et al. 2002b, 2002a; Delecluse et al. 2003; Russo et al. 2003; Verschueren et al. 2003; Abercromby et al. 2007 und Hazell et al. 2007). Hinweise auf eine verbesserte neuromuskuläre Kontrolle ergeben sich durch Untersuchungen an Schlaganfallpatienten, die durch Ganzkörpervibrationstraining ihre propriozeptive Haltungskontrolle verbesserten (van Nes et al. 2004). An Parkinson erkrankte Personen konnten ihre Standstabilität erhöhen (Turbanski et al. 2005; Rees et al. 2008b).

Auch aus anderen traditionellen Kulturkreisen die sich seit Jahrtausenden mit Medizin beschäftigen, hat man nachfolgend wichtige Informationen über die therapeutische Wirkung von Schwingungen zusammengetragen. Hierzu zählen insbesondere China, Indien und Persien, Ägypten. Allen gemein ist die Nutzung von niederfrequenten Therapieschwingungen im Rahmen von Klangschalen, Gong, Gebet oder Gesang.

Resultierend hatte man aus den Erkenntnissen der verschiedensten Ansätze der Medizin hierdurch wiederum ein deutliches Signal, verstärkt die positiven Seiten von Schwingungen auf den Menschen zu untersuchen.

Eine erste Niederschrift von wissenschaftlichen Ansätzen über Vibrationen konnte in Form eines Bettes sogar auf das Jahr 1949 von Toscani et al. Zurück verfolgt werden Wissenschaftler aus den unterschiedlichsten Disziplinen entwickelten daraus eine Therapieform die zunächst mit biomechanischer Stimulation (Nazarov, 1985) bezeichnet wurde. Nachfolgende Entwicklungsstufen brachten die Oszillation bzw. das Oszillationsverfahren hervor (hhp, 2002).

Dies insbesondere um der therapeutischen Wirkung der Vibration eine andere Bezeichnung zu geben. Aber mehr noch aus dem Blickwinkel, dass die chaotischen Vibrationen durch neue technische Möglichkeiten zu einem geordneten Schwingungsverhalten kanalisiert werden konnten. Ende der 90 Jahre wurden die ersten Oszillationsgeräte entwickelt und mit Beginn des 21. Jahrhunderts vorgestellt.

Kontinuierliche Weiterentwicklungen der Technik und die aktuellen Erkenntnisse der Resonanzphänomene, führten dann nachfolgend zum Andullationsverfahren. Dieses ist nach derzeitigem Stand in der Lage, Resonanzphänomene in biologischem Gewebe zu erzeugen. Vergleichbar auch dem Therapieverfahren SRT, welches von Schmidtbleicher et al. 2004 für neurologische Schädigungen präsentiert wurde.

Durch die aktuelle Kenntnis von biologisch wirksamen Frequenzen, lässt sich derzeit ein hochwirksames Frequenzmuster auf Grundlage von stochastischen Effekten therapeutisch bei einem breiten gesundheitlichen Anwendungsspektrum einsetzen. Nachgewiesen in vielen klinischen Studien und anhand zahlreicher Publikationen belegt, stellt diese Therapieform heute einen wesentlichen Beitrag zur Behandlung chronischer Beschwerdebilder dar und wird mit Andullation beschrieben (Stutz, 2007).

Vibration 1950 Toscani Bettgestell
Biomechanische Stimulation 1985 Prof. Nazarov  
  1990
1995
2000
Oszillation 2002 Prof. Knolle, IMR 1.Massagesystem/hhp
2004
2006
Andullation 2007 Prof. Dr. R. Stutz, Patenteinreichung
2008 11 Andullatoren
2009
2010 Gurt – Visceralfett